DAS KULTURPORTAL FÜR KÜNSTLER ALLER SPARTEN
13.10.2016  | Verein klima, Eveline Ketterer

Zum 31. Dezember 2016 soll das traditionsreiche Scala-Kino Konstanz, einziges Programmkino der Region, schließen und für die fünfte Filiale einer Drogeriemarktkette in der Stadt Platz machen. Ein Dokumentarfilm soll die Entwicklungen in der Stadt in den letzten Monaten des Scala Kinos zeigen.

Das Herzstück des Films werden die Stammgäste des Kinos sein. Sie werden in ihrem Umfeld gezeigt, und über sie erleben die Zuschauer all die Emotionen mit, die mit dem Verlust eines Stücks Lebensmittelpunkt einhergehen. Dabei entsteht ein Porträt der Menschen, die die Stadt Konstanz und die Bodenseeregion prägen. Gleichzeitig wird die besondere Lage der Grenzstadt Konstanz beleuchtet, die vielerorts in erster Linie als Shoppingparadies für die benachbarte Schweiz bekannt ist. Was bedeutet die Schließung eines Arthouse-Kinos für eine Stadt, die viel auf ihre kulturelle Bedeutung hält und wo doch der Kommerz immer mehr überhand nimmt? Wie stehen die Stammbesucher des Traditionshauses, das seit 1938 als Kino existiert, zu der Tatsache, dass eine Auswahl von Arthouse-Filmen in Zukunft im örtlichen Cineplex-Kino, angesiedelt in einer Shopping Mall, gezeigt werden soll? Was sind die Beweggründe der Hausbesitzer, den Pachtvertrag mit dem Kino auslaufen zu lassen - und sehen sie sich nicht in der Verantwortung, was die kulturelle Verödung der Stadt angeht?

Diesen und vielen weiteren Fragen wird der Film nachgehen und dabei dem Phänomen des allgemeinen Kinosterbens eine Plattform geben. Das Herzstück werden die Stammgäste des Kinos sein: von alternativen Studenten über intellektuelle Krankenschwestern bis zu rüstigen Rentnern, von dies-und jenseits der Schweizer Grenze, denen das Kino Lebensinhalt ist. Sie werden in ihrem Umfeld gezeigt und über sie erleben die Zuschauer all die Emotionen, die mit dem Verlust eines Stücks Lebensmittelpunkt einhergehen.

Dabei entsteht ein Porträt von Menschen, die die Stadt Konstanz und die Bodenseeregion prägen. Gleichzeitig wird die besondere Lage der Grenzstadt Konstanz beleuchtet, die vielerorts in erster Linie als Shoppingparadies für die benachbarte Schweiz bekannt ist. Der Film will auch der Frage nachgehen, inwieweit dieser Einfluss aus der Schweiz mitverantwortlich ist für die Schließung des Kinos und wie die Stadt von offizieller Seite damit umgeht, dass sie nach und nach kommerzialisiert wird.

Um unseren Film realisieren zu können, brauchen wir Geld. Dazu haben wir ein Crowdfunding erstellt. Anders als bei der Spende erhält man beim Crowdfunding eine Gegenleistung. Viele kleine Beiträge geben einen großen: bei unserem Crowdfunding erhält man bereits ab 10 Euro eine Gegenleistung. 


http://www.scala-film.de/